Domus Laeta


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Das Haus
   
    Das Domus Laeta hat eine lange Geschichte, von der jedes einzelne Zimmer Zeugnis ablegt. Das Wohnhaus, eines der ältesten des Ortes, befindet sich am Hauptplatz des Ortes, an der Kirche. Es hat drei Stockwerke und erhebt sich über dem Tal, über einem terrassierten Garten mit Obstbäumen und einem Weingarten. Die Anlage hat alle typischen Eigenschaften eines Herrenhauses, das auf eine vollständige Autarkie in der Haushaltsführung angelegt ist. Nach außen ist sie durch ein befestigtes Haus geschützt, wie es in vergangenen Jahrhunderten notwendig war.

   Die Schießscharten in allen Mauern und im höhergelegenen Aussichtsturm sind deutliche Zeichen für die Notwendigkeit seiner Bewohner, sich gegen Feinde zu verteidigen.


   Bevor man das eigentliche Haus betritt, durchschreitet man eine Reihe von kleineren Innenhöfen, in denen früher die Dienerschaft mit verschiedenen Aufgaben beschäftigt war: mit der Versorgung der Esel und Pferde (es sind noch die Futterkrippen und die eisernen Ringe vorhanden, an denen sie festgebunden waren), mit der Verarbeitung des Weins und der Produktion von Öl. Sowohl Weintrauben als auch Oliven kamen aus dem familieneigenen Olivenhain.

   Die große steineren Ölmühle ist noch funktionstüchtig. Sie befindet sich in einem noch nicht renovierten Gebäude, in dem sich auch eine alte Zisterne befindet, der Sammeltrog für die Oliven und ein Waschbecken.

   Ebenfalls noch funktionstüchtig sind die großen Holzöfen zum Brotbacken und zum Rösten der Feigen, die am Ende des Sommers auf dem Gut im Überfluß vorhanden waren. Eine Reihe von Gebrauchsgegenständen für die Küche sind noch sehr gut erhalten. Die Säle für repräsentative Veranstaltungen sind so erhalten, wie sie einst waren. Die im Hauptsaal befindliche Kommode mit Dingen aus der alten Zeit ist schon in einem Dokument aus dem 18. Jahrhundert beschrieben.

   Der Raum mit direktem Zugang zum Quellwasser-Sammelbecken wurde zur Wasserversorgung für den Haushalt benutzt. Der Steg darüber ist so konstruiert, daß man ohne Gefahr Wasser entnehmen konnte und im 19. Jahrhundert gab es für die Einwohner von Giungano feste Zeiten zur Entnahme des Wassers, von man sagte, es sei das Beste im ganzen Ort.

   Die Schlafzimmer waren dort, wo sie noch heute sind und die Waschräume und Aborte befanden sich im Allgemeinen in den äußeren Laubengängen. Der Erzdiakon Ignazio, dessen Porträt über dem Kamin hängt, schlief in der letzten Kammer, die direkt auf den Laubengang hinausführte. Er liebte es, dort spazierenzugehen und zu beten, wenn ihm seine vielen Aufgaben dazu Zeit ließen.